
Lana ist die größte und zugleich eine der ältesten
Obstbaugemeinden des Landes und daher für eine museale Aufbereitung des Themas Obstbau hervorragend geeignet. Seinen Sitz fand das Museum im hervorragend erhaltenen mittelalterlichen
Ansitz Larchgut in Niederlana. Dort wird dem Besucher auf mehreren Etagen ein umfangreicher Einblick in das Thema Obstbau geboten. Neben verschiedenen
Ausstellungsstücken, die die geschichtliche Entwicklung des Obstbaus ausführlich darstellen, führen 60 informative
Schautafeln durch das Museum. Der Einsatz neuer Medien und zeitgenössischer Anschauungsmodelle ermöglicht es dem Besucher, sich auf unterhaltsame, aber dennoch informative Weise mit diesem Thema zu beschäftigen.
Der Aufbau
Im Erd- und Kellergeschoß des Ansitzes wird der Besucher mit der Tradition der Landwirtschaft vertraut gemacht. Aus diesem Grund nimmt die älteste
Weinpresse des Landes, die auf das Jahr 1570 datiert, in diesem Teil des Museums eine dominierende Stellung ein. Im Erdgeschoß des mittelalterlichen Turms widmet sich das Museum der Urbarmachung der einst versumpften
Etsch-Auen und der
Regulierung der Etsch als Grundlage für den Aufschwung des Obstbaus im 19. Jahrhundert und im ersten Stock des Museums wird dem Besucher die
Lebensweise der Obstbauern um die Jahrhundertwende nahe gebracht.
Der prächtige
Barocksaal im zweiten Stock ist Standort wechselnder Ausstellungen zum Thema Obstbau. Den Abschluss des Rundgangs durch das Museum bilden die Exponate im Wirtschaftsgebäude, die dem Besucher die
Entwicklung der Transportmittel sowie die Arbeit der Obstbauern im Wandel der Zeit näherbringen.
Aktuelle
Sonderausstellungen:
FEUER UND EIS. Frostschutz im Obstbau“ (März-Oktober 2008)
Die Ausstellung konzentriert sich auf den historischen Verlauf des Frostschutzes vom Schutz der Kulturen durch Rauch und Wärme über die Frostberegnung und die Temperaturüberwachungssysteme, die aktuelle Organisation des Frostschutzes wird beleuchtet und ein Ausblick auf die Entwicklung im Hinblick auf die klimatischen und technischen Einflüsse wird gewährt.
„
Heiratsgut und Morgengabe. Hochzeiten in Vergangenheit und Gegenwart“ (Oktober 2008)
Ziel dieser Ausstellung ist es, die Ehe als eine der
zentralen Lebensformen der Vergangenheit darzustellen und Veränderungen der rechtlichen Rahmenbedingen sowie des Heiratsverhaltens vom Konzil von Trient (1563) bis in die jüngste Vergangenheit im Südtiroler Raum aufzuzeigen. Der zeitliche Schwerpunkt liegt dabei im 19. und 20. Jahrhundert
Südtiroler Obstbaumuseum
39011 Lana - Brandis-Waalweg 4
Tel. 0473 56 43 87 - Fax 0473 56 51 60
www.obstbaumuseum.it